FeedLauchhammer
TechnikBrockhaus 1882

Lauchhammer, Eisengießerei, Emaillierwerk, Maschinen- und Brückenbauanstalt, Bronzegießerei sund Schneidemühle im Kreise Liebenwerda des preuß. Regierungsbezirks Merseburg, an der Linie Ruhland-L. der Preußischen Staatsbahnen, hat eine Schule und 450 E. Das Werk wurde 1725 von Freifrau von Löwendahl gegründet, war von 1776 bis 1871 im Besitz der Grafen von Einsiedel und wurde 1872 an eine Aktiengesellschaft verkauft; der frühere Hohofenbetrieb wurde hierauf eingestellt und nur noch mit gekauftem Roheisen gearbeitet; die Produktion allein an Gußwaren beträgt an 3½ Mill. kg jährlich, ohne die Bronzegießerei, aus welcher unter andern die Lutherdenkmäler für Worms, Eisleben, Leipzig und Washington, die Denkmäler Friedrich Wilhelms III. in Königsberg, Breslau, Berlin und Köln, Teile des Niederwalddenkmals, das Kriegerdenkmal in Elberfeld und viele Statuen und Büsten für die Ruhmeshalle in Berlin hervorgegangen sind. Der Aktiengesellschaft „(Lauchhammer gehören auch die Werke Gröditz mit bedeutender Röhrengießerei (6 —7 Mill. kg jährlich), Riesa mit Walzwerk und Rohrhütte und endlich Burghammer mit Gießereibetrieb.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 844Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 5

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Technik 6