Laurin, ein Zwergenkönig in Tirol, ist der Held einer dem Kreise der deutschen Heldensage angehörenden Dichtung, die ins 12. Jahrh. zurückreicht und in den folgenden Jahrhunderten in großer Beliebtheit sich erhielt, wie die zahlreichen Handschriften und Umarbeitungen beweisen. L. hat Similte, die Schwester Dietliebs, geraubt, Dietrich von Bern, der noch nicht mit Zwergen gekämpft hat, zieht nach L.s Rosengarten, kämpft mit ihm, besiegt ihn und Inimmt ihm seinen Zaubergürtel. Eine jüngere Bearbeitung nennt den sagenhaften Heinrich von Ofterdingen als Verfasser. Eine Fortsetzung des L. Haus jüngerer Zeit ist der «Walberan »; dieser, L.8 Oheim, kämpft ebenfalls mit Dietrich von Bern. Beide Gedichte sind kritisch herausgegeben im „Deutschen Heldenbuch v (Tl. 1, Berl. 1866).