FeedLohengrin
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Lohengrin heißt nach dem Namen des Haupthelden ein mittelhochdeutsches Gedicht, das in zehnzeiligen Strophen gegen Ende des 13. Jahrh. von einem thüring. Dichter begonnen, dann von einem bayrischen fortgesetzt und vollendet wurde. Es schließt sich an den zweiten Teil des Gedichts vom Wartburgkrieg (s. d.FZ an, und der mythisch gewordene Wolfram von Eschenbach, der in diesem gegen Klingsor auftritt, ist als Erzähler der Geschichte dargestellt. Dem Inhalt nach ist in ihm die Sage vom Schwanenritter, die auch Konrad von Würzburg zum Gegenstand eines Gedichts machte, und deren verschiedene Fassungen in den „Deutschen Sagen » von den Brüdern Grimm (Bd. 2) zusammengestellt sind, mit der vom Gral (s. d.) und mit sagenhaften Erzählungen von des deutschen Königs Heinrich I. Thaten verbunden. Der Schluß enthält noch eine Übersicht der Begebenheiten von Heinrichs I. bis auf Heinrichs II. Zeit. L. selbst oder

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 11, S. 150Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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