Lauterburger Linien (Lignes de la Lutter), auch Weißendurger Linien genannt, hieß seit dem Spanischen Erbfolgekriege der durch die Lauter an der elsäss.⸗pfälzischen Grenze gebildete, durch Befestigungen verstärkte Verteidigungsabschnitt, welcher in den Operationsentwürfen einzelner Heerführer eine bedeutende Rolle spielte. An den L. ist es zu einer größern taktischen Entscheidung niemals ekommen, doch kam an denselben zuweilen der feindliche Vormarsch zum Stehen.
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 858Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei