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GeschichteBrockhaus 1882

Leda, Tochter des Thestios oder Thespios und der Laophonte, nach andern des Glaukos und der Panteidyia und Gemahlin des spartanischen Königs Tyndareos, gebar, nachdem Zeus in Gestalt eines Schwans oder auch einer Gans sich ihr genaht hatte, ein Ei, aus welchem dann Helena allein oder auch mit ihr einer oder beide Dioskuren (s. d.) hervorgingen. Die Sage von der Verwandlung in einen Schwan (oder eine Gans) scheint ursprünglich von der Nemesis erzählt worden zu sein, welche sich, um Zeus' Nachstellungen zu entgehen, selbst in verschiedene Tiere verwandelte und dann als Schwan (oder Gans) ihm ein Ei gebar. Von L. wurde hierauf berichtet, sie habe das Ei gefunden oder auch dasselbe sei ihr überbracht worden. Die Sage von L. ist von jeher vielfach von den bildenden Künsten dargestellt worden. Vgl. Overbeck, (Griech. Kunstmythologie » (Bd. 1: Zeuso, Lpz. 1871), und Kekulé, «über ein griech. Vasengemälde zu Bonn» (Bonn 1879). [Planeten.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 886Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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