FeedValentinianus III.(Flavius Placidus)
GeschichteBrockhaus 1882

Valentinianus III.(Flavius Placidus), Sohn des Constantius, Mitkaisers des Honorius (s. d.) und der Placidia, geb. 419, wurde 425 von seinem Oheim Theodosius II. als Kaiser des Westens eingesetzt. Statt seiner führten seine Mutter Placidia (bis 450) und Aétius (s. d.) die Regierung. Mehr als 20 Jahre lang wußte der letztere im Norden und Osten sich der Barbaren mit Erfolg zu erwehren. Dagegen ging infolge seiner Feindschaft mit dem Statthalter Bonifacius von Afrika seit 429 diese Provinz an die Vandalen verloren. Die glänzenden Verdienste, welche Actius, der Besieger Attilas (451), sich um den durchaus unfähigen V. erwarb, elohnte dieser damit, daß er ihn aus Eifersucht 454 ermordete. Aber schon am 16. März 455 bereitete ihm dasselbe Schicksal Petronius Maximus, en Ehrgeiz er nicht befriedigt hatte.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 16, S. 103Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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