Legonveé (Gabriel Marie Jean Baptiste), franz. Dichter, geb. zu Paris 23. Juni 1764, widmete sich der Litteratur und erzielte Erfolge mit einigen Tragödien, vorzüglich aber mit seinem Lehrgedicht mérite des femmeso (Par. 1801 u. öfter). Er starb 30. Aug. 1812. Sein Sohn, Ernest Wilfrid L., geb. 15. Febr. 1807 zu Paris, verdankt seinen litterarischen Ruf hauptfächlich einer Anzahl dramatischer Werke, die ihm 1855 den Eintritt in die Französische Akademie verschafften. Namentlich fanden Adrienne Lecouvreuro (1849), (Bataille de dameso (1851), Les contes de la reine de Navarres (1853), (Les doigts de féer (Feenhänder, 1858), vier mit Seribe gemeinschaftlich verfaßte Stücke, auf dem Theätre frangais großen Beifall. Dieselben sind auch in Deutschland häufig zur Aufführung gelangt. Ferner sind zu erwähnen (Guerrerop, eine fünfaktige Tragödie (1845), Médéer, ein dreiaktiges Trauerspiel (1852), worin die Tragödin Ristori glänzte, (Béatrixo, Lustspiel (1861), Les deux reines de iFrances, Drama (1865, längere Zeit von der Censur verboten), mehrere Einakter u. s. w. Auch veröffentlichte er: KEdith de Falseno, ein Roman (1840; 7. Aufl. 1869), «Histoire morale des temmes v (1848; 6. Aufl. 1874), Jean Reynaud traité de lecture à haute voixo (1878), L'art de la lecture „ (1878).