Lehrs (Karl), Philolog, geb. 14. Jan. 1802 zu Königsberg als Sohn eines jüd. Kaufmanns, trat während der Studienzeit zu Königsberg zum Christentum über und übernahm 1823 eine Vertretung am Gymnasium zu Danzig. Er kam 1824 nach Marienwerder und folgte 1825 einem Rufe als Oberlehrer am Friedrichskollegium in Königsberg; 1831 wurde er zugleich Privatdocent, 1835 außerord., 1845 ord. ör an der Universität. Er starb 9. Juni 1878 zu Königsberg. Seine vorzüglichsten Werke sind: De Aristarchi studiis Homericiso(Königsb. 1833; 3. Aufl. 1882), „Quaestiones epicaey (Königsb. 1837), «Herodiani tria scripta minorao (Königsb. 1848), Populäre Aufsätze (2. Aufl., Lpz. 1875). Vgl. Kammer, «Karl L.y (Berl. 1879).
Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 910Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei