FeedLenz (Heinr. Friedr. Emil)
Sagen & MythenBrockhaus 1882

Lenz (Heinr. Friedr. Emil), verdienter Physiker, geb. 12. Febr. 1804 zu Dorpat, studierte daselbst anfangs Theologie später aber Naturwissenschaften, insbesondere Physik. Nachdem er 1823 —26 O. von Kotzebue auf seiner zweiten Reise um die Erde begleitet hatte, wurde er 1828 als Adjunkt und 1834 als Akademiker in die Akademie der Wissenschaften zu Petersburg berufen. Daneben lehrte er als Professor der Physik an der Universität und dem pädagogischen Hauptinstitut. Zahlreiche Spezialuntersuchungen von ihm sind in den Mémoireso und «Bulletinso der petersburger Akademie abgedruckt; außerdem schrieb er ein russ. «Handbuch der Physiko (6. Aufl., 2 Bde., Petersb. 1864). L. wurde Rektor der Universität Petersburg und Geheimrat und starb auf einer Erholungsreise nach Italien 10. Febr. 1865 zu Rom. Lenz (Rob.), Sanskritist, Bruder des vorigen, geb. 23. Jan. 1808 zu Dorpat, studierte daselbst Theologie und widmete sich dann dem Lehrfach an der Domschule zu Reval. Im J. 1831 ging er nach Berlin, wo er sich ausschließlich dem Studium des Sanskrit zuwendete; er veröffentlichte eine Ausgabe von Kalidasas Drama Urvasiv (Berl. 1833), der zunächst ein Apparatus criticuso (Berl. 1834) folgte. Nach Petersburg zurückgekehrt, ward er zum Adjunkten der Akademie ernannt, starb aber schon 30. Juli 1836.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 10, S. 951Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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