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Sitten & ModeAfrika Hand-Lexikon 1885

Darfur ist im ganzen Ebene; es wird in der Hauptrichtung von Norden nach Süden von dem granitischen Djebel Marra durchzogen (höchste Spitzen desselben sind: im Norden der Tura 1440 m und Nartafal 1056 m; im Osten der Turuna 1006 m; im Westen der Kebe 1152 m und Mune 1275 m; im Südosten der Lassera Dar Abd-el-Rakman 1066 m). Der Boden ist meist fruchtbar; er wird mit den gewöhnlichen afrikanischen Brotfrüchten bebaut, wo es not thut, auch künstlich bewässert. „Leider ist man bei der herrschenden Wasserarmut auf Regenströme, Regenteiche und Brunnen angewiesen. Kegenmangel ruft Dürre und Not hervor. Viehzucht wird in D. getrieben; einen gewissen Ruf haben die furischen zwar nicht grossen aber ausdauernden Pferde. Der Hauptteil der Bewohner ist eine stämmige, nigritische, schwarzbrauneRassemitbreitenZügen. Eine bevorzugte Stellung nehmen die Gondjara (Kunjara) ein: Nigritier mit feinerer, intelligenterer Gesichtsbildung als der übrige Teil des Volkes. Tracht und Sitten sind ähnlich wie in Kordofan ete. Die Religion ist der Islam. Religiöser Fanatismus Sudan, grenzt.im Osten an Darfur, im Norden an Wadai. Es wird vom Aukadebbe durchflossen, ist im übrigen noch fast unerforscht. Dar-Schaikieh(Dar-Schaigie),Landschaft in Nubien (ägypt. Sudan), im Nilthal, zwischen Dongola im Westen und Dar Monassir im Osten. Hauptdorfist Merawi. Die Bewohner (Schaigie) sprechen jetzt, gleich ihren Nachbarn, den Berberi, Arabisch; ihre Sitten aber, wie ihr Äusseres, weisen sie zu den Bedja. Im D. liest der grosseTafelberg Barkal,an dessen Fusse im Altertum diereiche Stadt Nepatalag.

Afrika Hand-Lexikon. Ein Nachschlagebuch für JedermannVon Paul Heichen, Leipzig: Gressner & Schramm 1885 · Bd. 1, S. 323Scan: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen · gemeinfrei

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