FeedMungo Park
HeilkundeAfrika Hand-Lexikon 1885

Mungo Park, berühmter Afrikareisender, geb. 10. Septbr. 1771 zu Fowlshield bei Selkirk in Schottland, studierte zu Edinburg Medizin, fungierte hierauf als Wundarzt in London und zu Benkulen auf Sumatra und erhielt im Mai 1795 von der Afrikanischen Gesellschaft in London den Auftrag zu einer Reise ins Innere von Afrika. M. ging den Gambia aufwärts bis Pisania, der letzten Niederlassung der Engländer, und durchwanderte von hier aus die Reiche Mullö, Bondu, Kädschaga, Kasson, Kaarta und Ludamar. Anfang März 1796 geriet er in die Gefangenschaft des maurischen Königs Ali, entkam jedoch und gelangte unter den grössten Gefahren und Strapazen im Juli endlich wieder an den Niger. Diesen abwärts verfolgend, erreichte er 16. Septbr. Kamilia im Königreich Manding, wo er sieben Monate lang krank lag. Hier schloss er sich einem Sklaventransport nach der Faktorei Pisania an, von wo er im Dezember 1797 nach England zurückkehrte, 1805 von der Regierung von neuem zur Erforschung des Niger ausgesandt, brach er im Mai von Pisania mit seinen Gefährten auf, erreichte nach unsäglichen Mühen im August bei Bamaku den Niger, wurde, aber auf der Fortsetzung seiner Reise von Negern angefallen und verlor bei einem Versuch, sich durch Schwimmen zu retten, das Leben. Parks Verdienst besteht darin, dass er den Weg durch den Sudan von W. her eröffnet hat und die erste genauere Kenntnis des grossen Stroms, welcher das ganze Innere Westnigritiens von Westen nach Osten und Südosten durchströmt, nach Europa brachte. 1859 ward ihm in Selkirk ein Denkmal errichtet. Seine erste Reise erschien unter dem Titel: „Travels in the interior distriets of Africa“ (1799, deutsch 1807), die zweite unter dem Titel: „„Ibe journal of a mission to the interior of Africa etc.“ (1815, . deutsch 1821), eine Ausgabe beider Reisen 1816, 2 Bde., und 1861. Vogl. „Mungo P., life and travels“ (1870).

Afrika Hand-Lexikon. Ein Nachschlagebuch für JedermannVon Paul Heichen, Leipzig: Gressner & Schramm 1885 · Bd. 2, S. 955Scan: Staats- und Universitätsbibliothek Bremen · gemeinfrei

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