Hausen, Mitinhaber der großen Caviarfirma Stör & Co., wurde 1564 noch in Exemplaren von 2 und 2½ g9 Schwere bei Wien gefangen, gelangte aber kaum hundert Jahre später höchstens noch bis Komorn und wurde von dort aus der Kaiserstadt zu Wagen zugeführt. Er bewohnt ausschließlich das Schwarze Meer, steigt aber zum Zweck des Laichens die Flüsse hinauf und wird bei dieser Gelegenheit namentlich in der Wolga zu Hunderttausenden gefangen, um seinen Rogen zu Caviar und seine Fischblase zu Fischleim herzugeben. In Rußland ist sein grobes, rothes Fleisch wenig beliebt, in Wien dagegen, wo jährlich 7—10 g frischer Hausen auf den Fischmarkt kommen, wird es über Verdienst geschätzt und mit 3½—5 Mark per Kilo bezahlt. Man bereitet es auf dem Roste oder dämpft es in der Casserole und servirt es mit Muschelsauce respective mit Kapern.