Hausenblase ist die feinste Sorte Gelatine, die durch Trocknen der Innenhaut der Schwimmblase der Störfische gewonnen und im Durchschnitt sechsmal theurer bezahlt wird als die Knochen-Gelatine. Die echte Astrachaner Hausenblase, die aber nicht vom Hausen, sondern vom Stör, Scherg und Sterlet stammt, ist weiß mit bläulichem Schimmer, durchscheinend bis fast durchsichtig, völlig geruch- und geschmacklos und löst sich nach vorheriger Erweichung in kaltem Wasser in heißer Flüssigkeit so gut wie vollständig auf, um dann zu durchsichtiger, farbloser Gelse zu erstarren, wie man sie eben in der Küche haben will. Vgl. Gelatine.
Appetit-Lexikon. Ein alphabetisches Hand- und Nachschlagebuch über alle Speisen und GetränkeHrsg. von Robert Habs und Leopold Rosner, 2. Aufl., Wien: Gerold 1894 · Bd. 1, S. 225Scan: Wienbibliothek im Rathaus · gemeinfrei