Perlhühner, die ärgerlichen Schreier des Geflügelhofs, stammen aus Westafrika (Sierra Leone), wurden aber in Griechenland schon zur Zeit des Aristoteles (um 350 v. Chr.) als Hausthiere gehalten, während sie in Italien noch 300 Jahre später ziemlich selten, daher theuer und als große Leckerbissen geschätzt waren. Im Mittelalter finden sie sich nirgends erwähnt. Erst im 15. Jahrhundert tauchen sie, wahrscheinlich neuerdings von den Portugiesen aus Afrika herübergeholt, wieder in Europa auf und gelangten nun auch (1493) nach Amerika, wo sie seitdem auf Cuba vollständig verwildert sind und eine mehr bleigraue Grundfarbe angenommen haben. Im 18. Jahrhundert wurden sie in Oesterreich und Deutschland noch über das Feldhuhn geschätzt, gegenwärtig aber macht man nicht mehr Aufhebens von ihnen als vom braven Haushuhn, hält sie auch im Großen und Ganzen mehr zur Zierde als des Fleisches halber, dessen Wohlgeschmack unantastbar, aber doch nicht größer ist als der unserer heimischen Hühnerracen.