Sardine oder Pilchard, ein 15—25 em langer Seesisch vom Häringsgeschlecht, der das Mittelmeer und den Atlantischen Ocean bewohnt und alljährlich während der Sommermonate zu Millionen gefangen wird. Der Pilchard wird genau wie der Anchovis verwendet, d. h. ausgeweidet und gesalzen als Sardelle, hauptsächlich aber in Oel gesotten als Oelsardine in den Handel gebracht. Auf dem Continent bildet Concarneau bei Lorient den Hauptort des Sardinenfangs, die Centralstelle für die Bereitung der Oelsardinen aber Nantes, das jährlich 300.000 Büchsen von dieser Fischconserve versendet.
Appetit-Lexikon. Ein alphabetisches Hand- und Nachschlagebuch über alle Speisen und GetränkeHrsg. von Robert Habs und Leopold Rosner, 2. Aufl., Wien: Gerold 1894 · Bd. 1, S. 477Scan: Wienbibliothek im Rathaus · gemeinfrei