Schnittlauch, die harmloseste von allen Laucharten und daher auch im Garten als Beeteinfassung verwendbar, findet sich wild in ganz Europa, Sibirien und Canada, und ward im alten Rom besonders durch Nero zu Ehren gebracht, der zur Kräftigung seiner edlen Tenorstimme Schnittlauch mit Oel zu essen pflegte. Die dunkelgrünen, röhrenförmigen Blätter werden abgeschnitten, kleingehackt und als Würze zu Salaten und Saucen verwendet oder roh auf Butterbrot verspeist. Suppen damit zu würzen, ist nicht mehr modern. Dagegen benutzt man die länglichen Zwiebeln einer Spielart, des sogenannten Jacobs⸗- oder Fleischlauchs, statt Knoblauchs, namentlich zu Rind- und Hammelfleischgerichten.
Appetit-Lexikon. Ein alphabetisches Hand- und Nachschlagebuch über alle Speisen und GetränkeHrsg. von Robert Habs und Leopold Rosner, 2. Aufl., Wien: Gerold 1894 · Bd. 1, S. 502Scan: Wienbibliothek im Rathaus · gemeinfrei