Zimmt oder Caneel, die getrocknete, braunrothe, der äußern Haut wie des innern Bastanhangs entkleidete Astrinde mehrerer Bäume aus dem Geschlecht der Lorbeer— 384 gewächse; kommt im Handel in drei Sorten vor, nämli erstens Ceylon-Zimmt, von dem auf der Insel Ceyle heimischen echten Zimmtstrauch, die schönfärbigste, feinste ur würzhafteste Sorte; zweitens China-Zimmt, von der i südöstlichen China heimischen Zimmteassie, dunkelfarbiger ur von etwas herberm Geschmack als die vorige; dritter Malabar- oder Holzzimmt, von verschiedenen Art wildwachsender Zimmtbäume in Indien, auf den Philippine den Sunda-Inseln u. s. w., die geringste Sorte mit scharfer schleimigem, adstringirenden Beigeschmack und von fahl gel brauner oder grünlich brauner Farbe, daher weniger a „ganzer Zimmt“ in Röhrengestalt, denn als „gestoßen Zimmt“ in Pulverform bei den Kaufleuten zu finden. D China-Zimmt gehört zu den ältesten aller Gewürze: war unter dem Namen Kwei schon 2700 Jahre v. bei den Chinesen im Gebrauch. Wahrscheinlich ist er auch d erste Gewürz, das in den Welthandel überging, denn unter d Rinde Kaina-maa, die eine königlich ägyptische Flotte i 17. Jahrhundert v. Chr. neben Gold, Elfenbein und Aff aus dem Osten holte, dürfte nichts Anderes als Zimmt verstehen sein. Bei den Griechen wird er zuerst von Herod (um 450 v. Chr.) erwähnt; die Römer der Kaiserzeit kannt nicht blos den Zimmt, sondern auch schon eine Art Zimmt: in Frankreich kommt er zuerst 716 in einer Schenkung urkunde Chilperichs II. sür das Kloster Corbie bei Amiens u in Deutschland 745 neben 2 Pfund Pfeffer als Geschenk d römischen Diacons Gemmulus an den Erzbischof Bonifacius v Mainz vor. Im 9. Jahrhundert wurde er im Kloster St. Gall bereits als Fischwürze benutzt, und noch heute ist der Chin Zimmt unser eigentlicher Küchenzimmt, der zur Aroma sirung feiner Saucen und Mehlspeisen, warmer Geträn eingelegter Fische, höherer Kuchen und Backwerke, son allbeliebter Reis- und Maisbreie vielfache Verwendung find im 18. Jahrhundert. Der Ceylon-Zimmt wird erst Jahre nach dem China-Zimmt zum ersten Mal erwähnt zwar in einem Handelsvertrag, den der Ceylonese Al⸗ ⸗Abu-Othman im Jahre 1283 dem ägyptischen Sultan wun, genannt Almansor, in Vorschlag brachte. Um die-Zeit wird auch bereits des Malabar-Zimmts gedacht, Handel mit diesen beiden Sorten blieb jedoch unbedeutend, 1656 die Holländer Ceylon in Besitz nahmen und den mthandel nach ihrer Weise monopolisirten. Zur Waare r Qualität indessen schwang der Ceylon-Zimmt sich erst mals hundert Jahre später auf, nämlich seitdem der indische Gouverneur J. W. Falk (gest. 1781) mit Unterung eines seiner Beamten, De Koke 1765 eine regelrechte mtbaumeultur in's Leben riefen, während man sich bis n mit dem Einsammeln der Rinde von wildwachsenden men begnügt hatte. Die Cultur aber vertheuert natürlich Produet, und so findet der Ceylon-Zimmt fast nur in der theke, nicht aber in der Küche Verwendung. Oesterreich te im Jahre 1890 rund 5750, Deutschland 9500 g von m milden und angenehmen Gewürze ein. Zindel, Zingel s. Streber. Zinnfisch s. Bratfisch. Zirbelnuß s. Pinienkerne. Zuechetti, ein italienisches Gemüse, sind Kürbisschnitten, mit Oel in der Röhre gebraten oder einfach in Salzwasser kocht, mit Buttersauce servirt werden — ein ganz schmackes, wenn auch etwas süßliches Gericht. In Genua verwendet dazu eine Kürbisart mit kurzfaserigem, brüchigem sch und brät die Schnitten ohne alle Zuthat auf Kohlen. Zueco, ein weißer Sicilianer von großem Gehalt und rs herbem Geschmack, dem Marsala ähnlich und ebenig, stammt von der Besitzung des Herzogs von Aumale bei Favorotto und ist durch seine prächtige Ausstattung bei billigem Preis (2 Mark per Flasche) sehr bekannt und beliebt geworden.