FeedAal-Haut
Haus & KücheFrauenzimmer-Lexicon 1715

Aal-Haut. Ein gewisser Parisischer Küchen-Meister will nicht haben, daß man dem Aal die Haut als das allerdelicateste nehme, sondern man soll selbigen lieber mit heisser Asche abreiben, oder aber besserer Reinigkeit halber, mit heissen Wasser brühen, und den Kopff auch den Schwantz daran lassen. Er mag sich gründen auf die gemeine Küchen-Regult An denen Fischen ist die Haut der Speck, und diese soll man denen Fischen lassen, weil bey ihrer Zubereitung selbige viel beyträgt. Die Aal-Haut wird in der Medicin zu vielen Dingen gut befunden, als in dem Vorfall der Gebähr-Mutter oder Prolapsu Uteri, in Verstauchung oder Verrenckung der Hände, u. d. g.

Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 13Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0

Auf derselben Druckseite 1

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Haus & Küche 6