Creme von Citronen. Setzet 1. Nösel Wein an das Feuer, und lasset ihn kochen, schneidet indeß von 4. biß 5. Citronen die Schalen herab, werffet selbige in den Wein, darinne sie auch weich kochen müssen, sind sie nun weich, so streichets durch ein Haartuch, das Durchgestrichene setzet wieder zum Feuer, und lassets heiß werden, inzwischen schlaget 12. Eyerdotter in ein Töpffgen, drucket von 3. biß 4. Citronen den Safft drein, quirlets gantz klar, thut 1. halb Pfund Zucker dazu, giesset den heissen Wein, der mit den Citronenschalen durchgestrichen worden, an die Eyerdotter, es muß aber NB. stets gerühret werden, und machet diesen vollends ab, wie den ersten Creme von Wein.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 389–390Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0