Heidelbeeren, oder, schwartze Beere, Myrtilli, Myrtilles, Airelles, wachsen, wie bekandt, in denen Wäldern, darinnen sie abgepflücket und Hauffenweis verthan werden. Sie haben in der Medicin auch ihren Nutzen, und werden vor ein remedium wider die Dysenteriam, oder den Durchfall gehalten. Man kan auch über dieses, wer den Vortheil weiß, die Weine wohl damit färben. Es schmecken diese Beere, wenn sie recht reiff, so wohl roh als gekocht, gar angenehm, die auf folgende Art gar leicht zuzurichten seynd: 1) Heidelbeermus gantz gemein; 2) Heidelbeermus mit Milch; 3) Heidelbeer kalte Schale mit Milch.
Gottlieb Siegmund Corvinus (Amaranthes), Nutzbares, galantes und curiöses Frauenzimmer-LexiconLeipzig: Gleditsch 1715 · Sp. 790–791Text: Deutsches Textarchiv · CC BY-SA 4.0