Rindfleisch gebraten auff Englisch, Nehmet von einem fetten jungen Ochsen oder Kalben-Rind, und zwar vom hintern Viertel ein Stücke, so groß, als ob ihr einen Kälbernen Nieren-Braten hacken woltet; klopffet dieses mit einem Stück Holtz ziemlich mürbe, sprenget es mit Saltz ein, leget es in ein Geschirr, damit es Raum habe, denn solche Braten sind öffters 30. biß 40. Pfund schwer. Hat er nun etliche Stunden im Saltz gelegen, so sprenget ein wenig Essig darüber, beleget ihn mit Zwiebel-Scheiben, und lasset ihn über Nacht also liegen. Wollet ihr darnach solchen braten, so stecket ihn an Spieß, und leget ihn nicht gar zu jähling zum Feuer, ihr müsset aber darauff sehen, daß er nicht bey weichen Holtze gebraten werde. Wenn er nun anfänget und trocken wird, so begiesset ihn mit Butter, und so offt ihr solches Begiessen wiederholet, so offt bestreuet ihn mit Mehl, er muß aber allezeit fett begossen werden, so bekömmt er eine Rinde, als ob er mit Teig überzogen worden, er darff aber nicht über 2. biß 3. Finger ausbraten. Ist er nun fertig, so richtet ihn an, und giesset von der Jus, die in der Bratpfanne auffgefangen worden, darüber, und garniret es nach eurem Gefallen. NB. Wenn der Braten vorgeschnitten wird, muß er gantz scheibig nach der Länge geschnitten werden, und so ein Stückgen abgeschnitten worden, so drücket man die Jus heraus, und giesset solche auf den Braten, alsdenn kan selbiger den andern Tag wieder aufs neue gebraten und aufgetragen werden.