Isabey (Jean Baptiste), franz. Miniaturmaler und Zeichner, geb. 11. April 1767 . Nancy, kam 1786 nach Paris, besuchte dort Davids 2 telier und erwarb seinen Unterhalt mit Porträtmalen in Miniatur. Er war im Treffen sehr glücklich und verband mit kraftvollem Ausdruck feine, gefällige Behandlung. Im J. 1792 malte er Barrere, Saint-Just, Carrier, Collot d'Herbois und andere namhafte Personen jener Zeit. Noch mehr Erfolg hatten seine Zeichnungen mit schwarzer Kreide und dem Wischer. Seine Sepiazeichnung: die Barke, wo er sich selbst in Schifferkleidung auf dem See von Enghien, Der Frau und seine Kinder auf einem Kahne rudernd, abgebildet, fand Danre Beifall in der Ausstellung von 1796. Als ausfreund der Familie Bonaparte verfertigte er das Porträt des Generals Bonaparte in ganzer Figur, auf der Terrasse von Malmaison (gestochen von Linge). Außer der talentvollen und reizenden Behandlung, die J.s Werke darbieten, sind dieselben auch meist ihrer histor. Wichtigkeit wegen von Wert. Dahin gehören besonders seine Stücke aus dem J. 1804: drei große Sepiablätter, welche die beiden Besuche des Ersten Konsuls in der Manufaktur der Gebrüder Sevest zu Rouen und bei dem Kattunfabrikanten Sberkampff in Jouy, sowie die Parade im Schloßhofe der Tuilerien (wobei die Pferde von Carle Vernet gezeichnet sind) vorstellen; sodann seine Zeichnungen be die Krönung Napoleons I. Diese Blätter, in den Museen zu Versailles und Paris aufbewahrt und in Kupferstichen vorhanden, aben neben dem Verdienst der Komposition noch das Interesse, daß die ersten Civil⸗ und Militärpersonen damaliger Zeit darauf porträtmäßig abgebildet sind. J. stand in besonderer Gunst bei Napoleon I., der ihn zu seinem Ceremonien⸗ und Kabinettsmaler ernannte. Den Kaiser malte er auch im Krönungskleide auf einer Porzellanplatte. Von Talleyrand nach Wien gerufen, fertigte J. daselbst die von Godefroy gestochene schöne Zeichnung in gewischter Kreidemanier, die alle Mitglieder des Kongresses in Porträts sehr ähnlich darstellt. Zur Ausstellung von 1817 lieferte er ein großes Aquarell, die Ansicht der Prachttreppe des pariser Museums, eine elegante Scene von äußerst pikantem Effekt und vielleicht das Meisterwerk des Künstlers. Auch Karl X. ernannte ihn zu seinem Kammermaler und Hoffestordner. Er starb zu Paris 18. April 1855. Dh. d (Eugene Louis Gabriel), des vorigen Sohn, geb. 22. Juli 1804 zu Paris, ein Schüler des Vaters, bearbeitete mit vielem Erfolg das sertt der Marinemalerei. Hauptstücke dieser Art ertigte er im Auftrag der Juliregierung für das Terel Museum in Versailles: das Seegefecht im exel (1839), der Transport der Leiche Napoleons J. (1843), die Abreise der Königin Victoria (1846). Von seinen spätern Gemälden sind zu nennen: der Alchimist (1859), Versuchung des heil. Antonius (1869) u. s. w. Auch hat man von ihm innere Ansichten alter Kirchen und anderer Baulichkeiten, staffiert mit Scenen des Verkehrs, die durch brillante Darstellung reich kostümierter Figuren von sehr malerischer Wirkung sind. sabeypapier, soviel wie Bristolpapier (s. d.). safjord, Handelsplatz auf Jsland (s. d.). sagöge (arch., d. i. Einleitung) nennt man gewöhnlich den Inbegriff von Vorkenntnissen, die zu dem Studium eines größern wissenschaftlichen Ganzen nötig sind. Der ältere Sprachgebrauch bezeichnete damit häufig das, was wir jetzt die eneyklopäd. Darstellung einer Wissenschaft nennen, jedoch mit besonderer Rücksicht auf das Bedürfnis der Lernenden.