Hey (Wilh.), deutscher han 1790. vr geb. zu Laucha im Gothaischen 26. März 1790, vorgebildet in Gotha, studierte in Jena Theologie und Philologie, wurde dann Pfarrer in Töttelstädt, Hofprediger in Gotha, endlich Superintendent in Ichters-Ucte wo er 19. Mai 1854 starb. Er veröffentichte „Gedichter (Berl. 1816) und «Predigtenv (Hamb. 1829); sein Ruf gründet sich aber auf seine (Fünfzig Fabeln für Kinderd (anonym Hamb. 1833; neueste Ausg., Gotha 1883) und Noch fünfzig Fabelno (Hamb. 1837; neueste Ausg., Gotha 1883). Mit den trefflichen Zeichnungen von Otto Speckter gewannen diese Fabeln bald allgemeine Verbreitung. Heydekrng, Kreishauptort in der preuß. Provinz Ostpreußen, Regierungsbezirk Gumbinnen, an der Schische, Station der Linie Tilsit-Memel der Preußischen Staatsbahnen, ist Sitz eines Landratsamts und eines Amtsgerichts und zählt (1880) 410 E., welche Fisch⸗ und Gemüsehandel treiben. Der Kreis Heydekrug zählt auf 802 akm (1880) 42238 meist prot. E. Heyden (Friedr. Aug. von), deutscher Dichter, geb. 3. Sept. 1789 auf dem väterlichen Gute Nerfken bei Heilsberg in Ostpreußen, studierte die Rechte erst zu Königsberg, dann in Berlin und Göttingen und trat 1813 bei einer preuß. mahm. abteilung ein, die jedoch am Kriege nicht teilnahm. Nach dem Frieden wurde er 1IS2e Rendeeuns in Königsberg, dann in Oppeln, 1826 Regierungsrat zu Breslau und starb als Oberregierungsrat da— selbst 5. Nov. 1851. Als Dichter begann er mit den dramatischen Arbeiten Renatav (Berl. 1816), „Konradino und Der Kampf der Hohenstaufeno (Berl. 1818 und 1828). Weit durchgebildeter war das 1839 geschriebene Schauspiel Album und Wechselo, welches mit Beifall in Berlin gegeben wurde. Diesem folgten unter anderm das Trauerspiel Nadiner, die Lustspiele Die Moderneno und Der Geschäftsführerv, das Schauspiel «Der Liebe Zaubero, die alle mit Erfolg zur Aufführung gelangten. Gesammelt erschienen sie als Theatero (3 Bde., Lpz. 1842). Das Gebiet der Novelle betrat H. mit den Dramatischen Novelleno (2 Bde., Königsb. 1819). Es folgten der Roman Die genpe Be, (2Bde., Lpz. 1840) und Randzeichnungenv (2 Bde., Lpz. 1841). Eine besondere Vorliebe widmete H. der poetischen Erzählung als modernem Cpos, welches seinem sinnig-kontemplativen Wesen entsprach. So entstanden «Die Gallionen (Lpz. 1825), der „Reginaldo (Berl. 1831), Das Wort der Frauv (Lpz. 1843; 23. Aufl. 1881), der «Schuster von Ispahano (Lpz. 1850) und (Die Königsbrauto (Lpz. 1851). Seine s on 1820 gesammelten «Dichtungeno gab mit des Dichters Leben Th. Mundt heraus (Lpz. 1852). H. wird oft verwechselt mit einem Schriftsteller von der Heyden, welcher unter dem Pseudonym Emerentius Scävola die Romane (Leonider (4 Bde., Lpz. 1835) und „Learosav (3 Bde., Lpz. 1835) veröffentlichte.