Hindernismittel durch Wasser sind in der Feldbefestigung nur mit Hilfe fließenden Wassers und zwar durch Hemmung eines Wasserlaufs hervorzubringen. Wird ein fließendes Wasser durch einen Staudamm zu solcher Tiefe gebracht, daß es nicht zu durchwaten ist, so spricht man von Anstauung; wird das Gewässer mittels eines quer durch das Thal geführten Dammes gezwungen, überzutreten und die Thalniederung unter Wasser zu setzen, so entsteht eine Uberschwemmung oder Inundation. Bei Versumpfung hat das übergetretene Wasser nur geringe Tiefe und ist hauptsächlich das Mittel, den Boden zu erweichen und dadurch ungangbar zu machen. Bezüglich der H. durch Pulver s. Fladdermine und Mine. H. überhaupt haben einen um so größern Einfluß auf das Vorgehen des Angreifers, je weniger er auf das Vorhandensein derselben vorbereitet ist; besonders wirksam sind sie gegenüber nächtlichen Angriffen. Die Bewegung der Kavallerie wird durch H. gänzlich ausgeschlossen, aber auch Infanterie ist durch solche zum Aufgeben ihrer taktischen Ordnung genötigt. Mangel an Zeit und geeigneten Mitteln wird ihre Anwendung im eigentlichen Feldkriege immer sehr einschränken und nur die einfachsten derselben, als Graben, Wolfsgruben, Verhau, Verpfählung und Drahthindernisse, zur Anwendung gelangen lassen. Einen umfassendern Eebrauch macht man von H. bei Befestigungen im provisorischen Charakter, wo ihre Ausführung zugleich eine vollkommenere sein kann.