Huerta (Vicente Garcia de la), span. Dichter und Kritiker, geb. 9. März 1734 zu Zafra, studierte zu Salamanca, wurde frühzeitig Oberbeamter der königl. Bibliothek und bald darauf auch Mitglied der Königlich Spanischen Akademie sowie der königl. Akademien der Geschichte und von San-Fernando. Er trat als Verfechter des altspan. Nationalgeschmacks gegen den franz. Klassizismus auf, doch drangen seine Ansichten nicht durch. Sein rüksichtsloses Auftreten und der Neid seiner Gegner raubten ihm seine Amter und zogen ihm sogar eine mehrjährige Verbannung nach Oran zu. Er starb zu Madrid 12. März 1787. Im Druck erschienen von ihm die Biblioteca militar espanolao (Madr. 1860), 4Obras poeticaso (2 Bde., Madr. 1778—79; wieder abgedruckt in Rivadeneyras „Bibliotheko, Bd. 61) und Teatro espanob (17 Bde., Madr. 1785—86), eine Auswahl altspan. Bühnenstücke. Er hat sich als Dichter im Lyrischen und Dramatischen versucht und in allen seinen Poesien als ein bedeutendes Talent, besonders in Rücksicht auf Sprache und Versbau, gezeigt. Seine Tragödie Raquely (1778; abgedruckt in Ochoas Teatro espanobo, Bd. 5, Par. 1838), welche die Liebe des Königs Alfons VIII. zu der schönen Jüdin Rahel zum Gegenstand hat, gilt als eine der besten unter den neuern Tragödien der Spanier.