Intussusception, in der Botanik Bezeichnung für diejenige Art des Wachstums von Membranen, Stärkekörnern etc., bei der durch Aufnahme neuer kleinster Teilchen der betreffenden Substanz, sog. Micelle, zwischen den bereits vorhandenen eine Volumenvergrößerung stattfindet. Unter Intussusceptionstheorie versteht man diejenige Theorie, nach welcher das Wachstum jener Körper durch J. stattfindet; dieselbe ist von Nägeli in exakter Weise begründet worden und ist für die genauere Kenntnis der Wachstumsvorgänge in der Pflanze von außerordentlicher Wichtigkeit. Der Intussusceptionstheorie gegenüber steht die sog. Appositionstheorie, nach welcher das Wachstum z. B. der Stärkekörner durch fortwährende Auflagerung neuer Schichten stattfinden soll. Diese letztere Theorie hat nur wenige Anhänger unter den Botanikern und entbehrt auch der genauern mechan. Begründung. Sie ist in früherer Zeit hauptsächlich von Dippel vertreten worden; neuerdings hat Strasburger dieselbe durch mehrere Untersuchungen zu stützen gesucht.