FeedIsambert (Francois Andre)
Recht & StaatBrockhaus 1882

Isambert (Francois Andre), namhafter franz. Rechtshistoriker und Advokat, geb. zu Aunay (Eure-Loire) 30. Nov. 1792, ein Zögling des Grafen Lanjuinais, wurde 1818 Advokat und erwarb sich großes Verdienst durch seinen cRecueil général des anciennes lois françaiseso (29 Bde., Par. 1821— 33), wobei er mehrere Mitarbeiter hatte. Ferner gab er heraus einen Traité du droit public et du droit des genso (5 Bde., Par. 1823), den Traité sur la voirier (3 Bde., Par. 1825—30), den Code Clectoral et municipal, ou code des droits ci. viqueso (2. Aufl., 3 Bde., Par. 1831). Unter der Restauration entschiedener Oppositionsmann und Jesuitenfeind, knüpfte er seinen Namen an wichtige polit. Prozesse, worüber seine interessanten Plaidoyerso (3 Bde., Par. 1831) Auskunft geben. J. beteiligte sich lebhaft bei den Vorgängen in den ersten Tagen der Julirevolution und wurde 27. Aug. 1830 zum Rat am en 2I du ernannt. Er redigierte die von den 221 durchgesehene und verbesserte Charte und trat im Okt. 1830 in die Deputiertenkammer. Unter dem Ministerium Périer wandte er sich wieder zur Opposition. Nach der Februarrevolution von 1848 im Depart. Eure-Loire in die Constituante gewählt, hielt er sich hier zum republikanischen Centrum. Er starb 13. April 1857. Von seinen Schriften sind noch zu nennen: „Recherches historiques sur le système électoral francaiso (Par. 1830) und 4Etat religieux de la France et de I'Europer (Par. 1843—44). Seine „Pandectes françaiseso, eine Sammlung der franz. Gesetze u. s. w. von 1789 bis auf die neueste Zeit, sind unbeendigt geblieben. ö

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 679Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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