FeedJacobi (Joh. Georg)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Jacobi (Joh. Georg), deutscher Dichter, der ältere Bruder des vorigen, geb. 2. Sept. 1740 zu Düsseldorf, Daolante seit 1758 zu Göttingen und Helmstedt Theologie und ward sodann als Professor der Philosophie und Beredsamkeit nach Halle berufen. Seine „Poetischen Versuchen (Düsseld. 1764) brachten ihn mit Gleim in persönliche Bekanntschaft, welcher ihm 1769 ein Kanonikat in Halberstadt verschaffte. Im J. 1784 folgte J. einem Rufe nach Freiburg i. Br. als Professor der Litteratur. Nachdem er noch eine zweite vermehrte Ausgabe seiner Sämtlichen Werkes (7 Bde., Zür. 1807—13; neueste Aufl., 4 Bde., 1825) besorgt, starb er 4. Jan. 1814. Er hatte sich nach franz. Dichtern, insbesondere nach Gresset und Chaulieu gebildet, und erst in seinen spätern Jahren erhob er sich von der Weichheit seiner frühern Gedichte zu männlich-kräftigerer Empfindung. Seine Bio-Bal⸗ lieferte sein Freund von Ittner (Zür. 1822). gl. Ungedruckte Briefe von und an Johann Georg J.v (Straßb. u. Lond. 1879.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 764Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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