FeedJacobi (Karl Gust. Jak.)
Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Jacobi (Karl Gust. Jak.), ausgezeichneter Mathematiker, geb. 10. Dez. 1804 zu Potsdam, besuchte das dortige Gymnasium, studierte in Berlin Mathematik, Philosophie und Philologie, habilitierte sich daselbst 1824 als Privatdocent für Mathematik und wurde 1825 Lehrer der Mathematik an der Universität Königsberg, wo er 1827 eine außerord. und 1829 die ord. Professur der Mathematik ephielt. In diese Zeit fallen J.5, epochemachende Entdeckungen im Gebiete der elliptischen Funktionen. Nachdem J. seit 1843 aus Gesundeitsrücksichten einige Zeit in Italien gelebt, nahm er nach seiner Rückkehr als Mitglied der Akademie der Wissenschaften und königl. Pensionär seinen Wohnsitz zu Berlin, wo er auch seine 33807.1851 an der Universität fortsetzte, bis er 18. Febr. 1851 starb. Die Ergebnisse seiner Forschungen über fast alle Zweige der Analysis hat er meist in Crelles Journal für die reine und angewandte Mathe. matik' sowie in den »Monatsberichteno der berliner Akademie und andern periodischen Schriften niedergelegt. Ein Teil derselben erschien in den „Mathem. Werkene (3 Bde., Berl. 1846—71) gesammelt. Von seinen selbständigen Werken sind „Fundamenta nova theoriae functionum ellipticarum (Königsb. 1829) und der «Canon arithmeticusd (Berl. 1839) hervorzuheben. J.s Vorlesungen über Dynamiko wurden von Clebsch (Berl. 1866) herausgegeben. Die Akademie der Wissenschaften zu Berlin hat 1880 die Herausgabe der gesammelten Werke J.s veranstaltet, von welchen bisher drei Bände erschienen sind.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 765Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 4

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Literatur & Sprache 6