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Literatur & SpracheBrockhaus 1882

Jaubert (Chevalier Amedee Emilien Probe), franz. Orientalist, geb. zu Air in der Provence 3. Juni 1779, Schüler von Sylvestre de Sacy, erhielt im Alter von 18 J. bei der ägypt. Expedition als Dolmetscher eine Anstellung, ging w1802 wieder nach dem Orient mit Sébastiani und wurde teils als Dolmetscher, teils als Unterhändler in Konbraucht! ersien, Paris und Warschau geraucht. Später widmete er sich ausschließlich dem Studium der orient. Sprachen und dem öffentlichen Unterricht im Türkischen, Persischen und Arabischen in seiner Stellung als Professor an der Spezialschule lebender orient. Sprachen und am College de France: 1841 wurde er Staatsrat in außerordent 94 Diensten und Pair von Frankreich. J. starb zu Paris 30. Jan. 1847. Er war Mitglied der Akademie der Inschriften und Mitarbeiter am „Journal asiatique, und schrieb: „Hleéments de la grammaire turque (2. Aufl., Par. 1834) und eine Ubersetzung der arab. Geographie Edrisis (2 Bde., Par. 1836—40). auche, Bezeichnung sowohl für die flüssigen emente, für den Harn der Haustiere, als auch die aus dem eigentlichen, mit Stroh vermischten Stalldünger ablaufende, in der Hauptsache ebenjalls aus Harn bestehende Flüssigkeit, welcher jedoch größere oder geringere Mengen von den Bestandteilen der festen Erkremente, von den löslichen Stofsen des Streustrohes, von atmosphärischen Niedersehung u. s. w. beigemischt sind. Die Zusammenetzung der J. ist eine sehr wechselnde, je nach der Art der Tiere, nach dem Futter, welches dieselben verzehrt haben, nach der Menge der in der J. gelösten und suspendierten festen Erkremente, nach dem Maße der Verdünnung mit atmosphärischen Niederschlägen, nach der Behandlungsart des Düners im Stalle und auf der Dungstätte u. s. w. Is Anhalt kann die von E. Wolff angegebene Zusammensetzung der J. sowohl wie des Harns der wichtigsten Haustiere dienen; es sind enthalten in 1000 Gewichtsteilen ö Aanz. 7 71, 35,0 83,0 28,0 Sand 2 0,8s 3, 6,5 2, Harn und J. sind demnach reich an —47 un Kali, dagegen arm an Phosp orsäure. Üüber di Düngung mit J. s. Gülle. Vgl. Heiden, „Leit faden der 9. 2901 Düngerlehre » (2. Aufl., Hannov. 1882);: Wolff, «Praktische Düngerlehre» (9. Aufl., Berl. 1883).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 9, S. 819Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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