FeedAdolf Friedrich
GeschichteBrockhaus 1882

Adolf Friedrich, Herzog von Holstein-Eutin, König von Schweden 1751—71, geb. 14. Mai 1710, Lande und Bischofs von Lübeck, Christian Augusts, und der Albertine dde seines von Baden-Durlach, wurde nach dem Tode seines ältern Bruders 1727 zum Bischof von Lübeck erwählt, und als sein Vetter, der regierende Herzog Karl Friedrich von Holstein-Gottorp, Vater des russ. Kaisers Peter III., 1739 gestorben, übernahm er für dessen unmündigen Sohn die Landesadministration zu Gottorp. Als Peter, dem die russ. Thronfolge gesichert worden, die ihm (1742) angebotene schwed. Krone ausschlug, bestimmte die russ. Politik, welche Schweden an einen stammverwandten Fürsten zu bringen und zugleich die Verbindung desselben mit der herzogl. Linie zu Holstein, als Gegensatz gegen Dänemark, zu erhalten wünschte, den 4 Reichstag, A. die Thronfolge zuzusprechen; die Kaiserin Elisabeth machte dies zum Preise des Friedens zu Abo. Die Wahl Ats zum schwed. den Dis geschah 4. Juli 1743. ½ er 1750 dem Bistum Lübeck entsagt hatte, folgte er 5. April 1751 seinem Vorgän-Ant dem König Friedrich, auf dem schwed. Throne. nter seiner Regierung wüteten heftige Parteikämpfe im Reichstage, aHüter und Mützenv stritten sich um die Plätze im Reichsrat, ausländische Ränke trieben ihr Spiel. Die Persönlichkeit des Königs A. war diesen Schwierigkeiten nicht gewachsen. Ihm zur Seite stand aber seine feurige, intrigante und herrschsüchtige Gemahlin Luise Ulrike (s. d.), ichvüntn Friedrichs II. von Preußen, welche die Beschränkungen der königl. Gewalt nicht leiden mochte. Eine durch sie beförderte Verschwörung zu Gunsten der Machtstellung des Königs mißlang (1756); mehrere Teilnehmer starben auf dem Schafott. Als nach beendigtem Siebenjährigen Kriege und infolge administrativer Mißgriffe ökonomische Ubelstände allgemeines Mißvergnügen hervorriefen, drohte der König mit Abdikation und zwang dadurch den widerspenstigen Reichsrat, in die Bernfung der Stände einzuwilligen. König A. starb 12.Febr.1771; ihm folgte sein Sohn GustavIII. (.d.).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 157Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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