Hollar (Wenzel), einer der geistreichsten Kupferin drntfunt unter Machias 3 „ildete sich seit 1620 in Frankfurt unter Mathias Merian zum Kupferstecher aus. Bereits 1625 gab er seine beiden ersten BBlätter: eine Jungfrau mit dem Kinde und ein Eece homo, heraus. Dann durchreiste er Deutschland und stach Ansichten der vorzüglichsten Städte, wie Straßburg, Frankfurt, Köln, Mainz u. s. w., die allgemein bewundert wurden. In Köln traf er 1636 mit dem Grafen Arundel zusammen, der ihn in seine Dienste nahm. In London stach er nun zunächst einige Platten nach Gemälden der Arundelschen Galerie, 1638 verschiedene Bildnisse der königl. Familie und das des Grafen Arundel zu Pferde, 1639 die bewunderten 28 Blätter des &Ornatus muliebris Anglicanuso, denen er 1642—44 die übrigen weiblichen Trachten bei den verschiedenen europ. Völkern folgen ließ. Im J. 1640 wurde er Zeichenlehrer des Prinzen von Wales. Als Royalist 1645 gefangen gesetzt, folgte er nach seiner Befreiung dem Grafen Arundel nach Antwerpen, wo er für Kunsthändler arbeiten mußte. Im J. 1652 ging er zwar nach England zurück, doch gelang es ihm auch hier nicht, in eine bessere Lage zu kommen. „Zwar wurde er mit dem Titel eines königl. Zeichners nach Afrika gesendet, um die Stadt Tanger tmit ihrem Fort und der Umgegend aufzunehmen, oaber der Lohn, den er dafür erhielt, bestand nur in „100 Pfd. St. Seit 1673 bereiste er den Norden Englands, wo er verschiedene Städte zeichnete. Seine letzten Jahre brachte er in dem traurigsten Zustande und in tiefster Armut zu. Er starb 28. März 1677. Seine Kupferstiche, teils nach ältern und eichzeitigen Meistern, wie Holbein, Lionardo da inci und van Dyck, teils nach eigenen Zeichnungen, Wunnet von Geist, Feinheit und einer mit wenigen itteln erreichten Naturwahrheit. Vgl. Parthey, ⸗Wenzel H., beschreibendes Verzeichnis seiner Kupfersticher (Berl. 1853; «Nachträge und Verbesserungen », 1858).