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GeschichteBrockhaus 1882

Almos (spr. Almosch, d. i. der (Träumerv oder „Schläfrigev, vom ungar. älom, Traum, Schlaf), der sagenhafte Stammvater des ungar. Königsgeschlechts der Arpäden, soll seinen Namen von einem Traum seiner Mutter erhalten haben. Nach der Sage war er der Sohn des Ugek und wurde von den aus Großungarn (Hungaria Magna) an der Wolga und Kama auswandernden oder flüchtenden Magyaren zu ihrem Oberhaupte und Führer während der Wanderung gewählt. Der Zug der Magyaren ging nach Südwesten bis an den Djnepr. Hier von den Petschenegen verdrängt, zogen sie nach Westen und ließen sich in Atelkuzu nieder. Dort sollen sie auf den Rat des Chazaren-Chagans sich ein gemeinschaftliches Oberhaupt auch für die Friehraht 5. erwählt haben. Einer der Häuptlinge empfahl hierzu A. oder dessen Sohn Arpäd. Die Wahl fiel auf letztern (887 oder 889 n. Chr.). Seitdem wird A. nicht mehr erwähnt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 449Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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