FeedAmatitlan oder San-Juan de A.
ErdkundeBrockhaus 1882

Amatitlan oder San-Juan de A., Stadt im mittelamerik. Freistaate Guatemala unweit des Sees A. und dem dessen Südwestende entströmenden Rio-Michatoyat, 30 km südlich von der Henillstadt, in einer sehr gut angebauten, an Cochenille-Nopal und an Zuckerrohr reichen Gegend, um 1840 noch ein Indianerdorf, ist seit dem Aufschwunge der Cochenillekultur ein reicher und lebhafter Ort mit etwa 12000 E. geworden. A. besitzt eine alte Dorfkirche und eine Brücke von Dominikanern gebaut, die sich 1549 hier niederließen. Am See sind heiße Quellen, die auch zum Baden benutzt werden. Der Amatitlansee ist von Osten gegen Westen 12 km lang, 4 km breit und wird von sehr zerklüfteten Bergen umgeben. An seiner Südseite steht der 2550 m hohe Pacaya; der eine seiner vier Krater hatte 1870 einen Ausbruch. Der Abfluß des Sees, der Rio Michatoyat, der nach seiner gro2 assermasse duu Zufluß haben muß, trömt größtenteils durch Urwald und bildet bei dem Dorfe San-Pedro Martyr zwei Wasserfälle, von denen der eine fast 60 m 2⁵5 und einer der schönsten der Welt ist. Der Fluß mündet nach einem 110 km langen, wegen seines starken Gefälles und seiner vielen Felsen nicht schiffbaren Laufe bei Istapa in die Südsee. maul, Süßwasserfisch, s. Sander.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 523Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 3

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Erdkunde 6