Anckarström (Joh. Jak.), Mörder König Gustavs III. d.) von Schweden, geb. 11. Mai 1762, der Sohn eines Oberstlieutenants, kam als Page an den schwed. Hof und trat dann in die Armee, nahm aber schon 1783 als Hauptmann seinen Abschied, worauf er sich aufs Land begab und Maßrene Sein Haß gegen den König, mit dessen aßregeln er schon längst unzufrieden war, kam zum vollen Ausbruch, als dieser (1789) die Macht des Senats und der Ineh beschränkte. Während einer Reise auf der Insel Gotland (1790) angeklagt, hochverräterische Reden gehalten zu haben, wurde A. eine Zeitlang in strenger Untersuchungshaft gehalten, mußte aber wegen Mangels an Beweisen wieder freigelassen werden. In demselben Jahre siedelte A. nach Stockholm über, wo er sich mehrern Mißvergnügten ans 10 wie dem General Pechlin, den Grafen Horn und Ribbing, dem Freiherrn Bjelke, dem Oberstlieutenant Lilljehorn u. a., und einigen unter ihnen den Vorschlag machte, den König zu ermorden. Als der König 1792 den Reichstag nach Gefle berufen hatte, gingen mehrere der Verschworenen zur Ausführung ihres Vorhabens dahin, fanden aber keine Gelegenheit dazu. Man mußte nun bis zum 16. März warten, wo man wußte, daß der nach Stockholm zurückgekehrte König einen Maskenball im Opernhause besuchen werde. Hier schoß A. auf den König, den er tödlich verwundete. Er wurde am folgenden Tage entdeckt und gestand sein Verbrechen, weigerte 5 jedoch standhaft, die ul. wurde er dei 2 zu verraten. Zum Tode verurteilt, wurde er drei Tage hintereinander mit Ruten gepeitscht und endlich 27. April auf einem Karren 1 dem Schafott 11. v Die Grafen Horn und Ribbing sowie der Oberstlieutenant Lilljehorn wurden des Landes verwiesen, Pechlin auf der Festung Warberg eingekerkert, Bjelke entzog sich durch Gift der Strafe. Nach einer Überlieferung in der Familie A. (jetzt Löwenström) soll übrigens nicht A. selbst den König erschossen, sondern vielmehr Ribbing dem zögernden A. die Pistole aus der Hand gerissen und auf den König abgefeuert haben.