Andchui, auch Andkhu, Ankoi, Landschaft und Stadt im afghan. Turkestan, war früher ein usbekisches Kharvilagat, welches 1858 vom afghan. Sultan Dost Mohammed erobert wurde. Die Stadt, welche um 1830 noch 50000 E. gehabt haben soll, zählt jetzt etwa noch 15000 E. und besteht aus 2000 Häusern und 3000 Zelten, welche sich in der Umgegend bis an den Rand der nördlich von A. sich ausbreitenden Turkmenenwüste hinziehen. Nichtsdestoweniger ist der Ort immer noch ein wichtiger Vermittelungspunkt des Karawanenhandels zwischen Bokhara und Afghanistan; er — ebenso wie Maimene, an dem am Nordabhange der Hasarehberge entspringenden Nari. Die Bewohner der Landschaft, etwa 115000 Seelen, tatar.⸗türk. Usbeken und pers. Afschars, gewinnen reichlich Getreide, Reis und Obst und treiben hiermit sowie mit astrachan. Fellen einen lebhaften Handel.