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GeschichteBrockhaus 1882

Anna, Gemahlin Kurfürst Augusts (s. d.) von Sachsen, Tochter Christians III. von Dänemark, geb. 25. Nov. 1532, in Sachsen wegen ihres Wohlthätigkeitssinns als Mutter Annav bekannt, war eine kluge und sparsame Wirtschafterin und in dieser Hinsicht eine treffliche Gattin für den praktischen und haushälterischen Fürsten. Auch seine Neigung zu der Naturwissenschaft teilte sie und hat sogar ein „Erzneibüchlein o hinterlassen, mehrere Heilmittel erfunden und die Hofapotheke zu Dresden (1581) gestiftet. Doch war sie auch als streng orthodoxe Lutheranerin an den harten Maßregeln des Kurfürsten gegen die Kryptocalvinisten beteiligt. Seit 7. Okt. 1548 mit August vermählt, gebar sie ihm in 37jähriger Ehe 15 Kinder, von denen nur ein Sohn und drei Töchter die Eltern überlebten. Sie starb 1. Okt. 1585. [Amalia.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 678Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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