FeedAntimonchlorür 8bCle
NaturlehreBrockhaus 1882

Antimonchlorür 8bCle, dreifach Chlorantimon, Antimonbutter, Butyrum Antimonii, wird am zweckmäßigsten dargestellt, indem man gepulvertes Schwefelantimon in einer Retorte mit Salzsäure kocht, wobei es unter Ent-Rrolche von Schwefelwasserstoff Was wird; nach erfolgter Lösung destilliert man Wasser und überschüssige Salzsäure ab und wechselt die Vorlage, sobald ein Tropfen des Destillats beim Erkalten erstarrt. Der alsdann übergehende Teil bildet nach dem Erkalten eine weiche weiße krystallinische, bei 73. C. schmelzende und 223 siedende Masse. Eine Lösung dieser Verbindung in Salzsäure ist der Liquor Stibii chlorati der deutschen Pharmakopöe, eine ölige Flüssigkeit von 1,34 — 1,38 spezifischem Gewichte. Antimonchlorür zersetzt sich mit Wasser unter Ausscheidung eines weißen Niederschlags, der ein Oxychlorür von nicht konstanter Zusammensetzung it. Dieses Präparat war früher als Algarothpulver offizinell, jetzt bildet es den Ausgangspunkt zur Darstellung des Antimonoxyds. Es wird alen indem man wie oben Schwefelantimon in Salzsäure löst. Man destilliert, bis dreifach Chlorantimon überzugehen anfängt, unterbricht dann die Destillation, filtriert nötigenfalls die zurückbleibende Rehten. durch Asbest und gießt sie in eine reichliche Menge von Wasser; der schwere Niederschlag wird durch wiederholte Dekantation gewaschen. — Antimonchlorid Sbolz, fünffach Chlorantimon, wird beim Einleiten von Chlor in dreifach Chlorantimon als rauchende, Dehn Ctle sigkeit erhalten, die bei der Destillation in dreifach Chlorantimon und freies Chlor zerfällt und beim Mischen mit Wasser B. brfgch gibt.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 720Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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