FeedAnzeichen
HeilkundeBrockhaus 1882

Anzeichen nennt man Zeichen von etwas Entstehendem oder schon Vorhandenem, aber 00. nicht vollständig Erkennbarem, wie z. B. einer Krankheit, dem Tode, der Witterung; in diesem Sinne, also gleichbedeutend mit Symptom, spielen die A. in den verschiedensten Verhältnissen des Lebens eine wichtige Rolle, und ihr Verständnis ist für viele, insbesondere den Arzt, den Landmann, den Seemann u. s. w. unenthehrlich. Etwas anderes ist es mit den zahlreichen A. (oder Anzeigen), mit welchen der Aberglaube sich beschäftigt (wie z. B. starkes, plötzliches Geräusch, dessen Ursache man sich nicht erklären kann, als A. eines Todesfalls) und bei welchen nicht der geringste Zusammenhang zwischen dem A. und dem angeblich Angezeigten besteht. Der Glaube an diese letztern A. ist durchaus verwerflich und verschwindet auch immer mehr. ö

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 1, S. 744Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

Auf derselben Druckseite 2

Ähnliche Artikel 6

Mehr aus Heilkunde 6