Apfelsine, die tiefgelbe Frucht einer Abart des süßfrüchtigen Pomeranzenbaums, des Citrus aurantium chinensis. (S. Citrus.) Der mäßig hohe Baum hat eine schwärzliche Rinde, spitze, elliptische, gekerbte Blätter, schmalgeflügelte Blattstiele und weiße, wohlriechende, zu je sechs in kurzen Trauben stehende Blüten, stammt aus dem östl. Asien und wurde, wie der Name andeutet, von den Portugiesen zunächst aus China in das südl. Europa verpflanzt, daher auch der ital. Name der Frucht: Portogalli. Namentlich wird er in Portugal, Spanien, auf den Balearen, in Südfrankreich, Italien, Sicilien und Malta gezogen, wo seine Früchte einen gewinnreichen Handelsartikel bilden. Man hat A. mit glatter und mit streifiger Schale, dickschalige und dünnschalige, runde und bauchige u. s. w., schätzt sie aber um so mehr, je dünnschaliger, saftreicher, größer und schwerer sie sind. Letztere Eigenschaften besitzen namentlich die malteser, genueser, die von Malaga und vom Gardasee; die Mentong werden besonders von Genua, Nizza und Mentone aus, die sicilischen von Messina, die spanischen von Cadix und Malaga, die portugiesischen von Lissabon und Santarem aus versendet. Das saftige Fleisch der A. ist entweder hellgelb oder, wie bei der malteser, rötlich, hat einen angenehmen und erfrischenden säuerlich-süßen Geschmack und gilt für ein antiskorbutisches Mittel. Die Früchte verlangen eine sehr sorgfältige Aufbewahrung, weshalb die zur Versendung bestimmten vor ihrer Reife abgenommen, einzeln in ungeleimtes Papier gewickelt und in Kisten zu 200 —500 Stück verpackt werden. Die A 968 sinenschalen, welche Bitterstoff und ein ätherisches Ol enthalten, dienen zur Bereitung eines bischofimen-N Getränks owie eines Liqueurs, des Apfelsinen-Rosoglio, welcher vorzüglich von Bologna, Udine und Florenz bezogen wird, außerdem als Zusatz zu mancherlei — Die Hauptstapelplätze des Apfelsinenhandels, dessen Ausdehnung sehr bedeutend ist, sind außer den genannten Orten Triest, HApßel ordeaux und Hamburg. pfelwickler (Tortrix pomonana), s. unter Blattwickler.