FeedAstüra
ErdkundeBrockhaus 1882

Astüra, kleiner, von den Alten bald A., bald Stura benannter Fluß in der ital. Provinz Rom entspringt auf den Höhen bei Velletri, tritt nach kurzem Len in die Niederung, durchfließt den nördlichten Teil des pontinischen Sumpflandes in füdwestl. Richtung und mündet südlich von Nettuno in das Tyrchenische Meer. In seinem untern Lauf dung er den Namen Conca. Unweit seiner Mün3011 auf der Spitze des Vorgebirgs A., das den Golf von Nettuno südlich begrenzt, er neben antiken Ruinen die Reste eines mittelalterlichen Kastells mit einem in das Meer huchte Komadi Turm (Torre d'A.); in demselben suchte Konradin von Schwaben nach der unglücklichen Schlacht bei Tagliacozzo 1268 Schutz bei Jacopo rangipani, durch welchen er dann an Karl von Ansou ausgeliefert ward. Viele hier ihre Römer (3. Giero) atten im Altertum hier ihre Landhäuser. Einige jenseit des Kastells liegende Trümmer sind wahrscheinlich die Reste der ehemaligen kleinen Ortschaft A., die nach Angabe der Alten auf einer durch die doppelte Mündung des gleichnamigen Flusses gebildeten Insel lag und einen bequemen Landungsplatz gewährte.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 108Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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