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GeschichteBrockhaus 1882

Bekk (Joh. 4%½%% bad. Staatsmann, geb. 29. Okt. 1797 zu Triberg im bad. Schwarzwalde, besuchte das Gymnasium zu Freiburg, studierte daselbst 1816—20 die Rechte, wurde 1822 Advokat zu Meersburg, 1829 Assessor bei dem dortigen Hofgericht, 1832 Rat im Ministerium des Innern und 1837 Vizekanzler beim obersten Gerichtshofe zu Mannheim. Seit 1831 Mitglied der Zweiten Kammer, wurde er 1842—45 zum Präsidenten derselben gewählt. Nachdem 1845 Nebenius wieder an die Spitze des Ministeriums getreten, wurde B. im März 1846 als Staatsrat ohne Bortefeuille zur höchsten Verwaltung Hiniser und im Dezember desselben 7 zum Minister des Innern ernannt. Beim Ausbruch der Revolution von 1848 ergänzte B. das Ministerium durch gleichgesinnte Kollegen und versuchte im Einklange mit der liberalen Partei die friedliche Reorganisation der Staatsordnung nß eine Reihe tiefgreifender legislatorischer Entwürfe durchzuführen. Die Wre der radikalen Partei und die beiden Aufstände im April und Sept. 1848 mit ihren Folgen störten indes die friedliche reformatorische Entwickelung. Nach dem Ausbruche der bad. Mairevolution erhielt B. im Wan 1849 seine Entlassung und trat 1851 als Präsident des Hofgerichts zu Bruchsal wieder in eine richterliche Stellung, nachdem er noch ins Erfurter Parlament gewählt worden war und die Schrift »Die Bewegung in Badeno verö WStgad starb 22. März 1855 zu Bruchsal. (S. Baden.)

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 706Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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