FeedBeriberi
HeilkundeBrockhaus 1882

Beriberi, bei den Japanern Kak-ke, ist der Name einer ihrem Wesen nach noch wenig bekannten Krankheit, welche sich durch eine von den untern Extremitäten aus über den ganzen Körper fortschreitende Lüähmung und 3 50n Wast sowie bisweilen durch Ansammlung von Wasser an verschiedenen Körperteilen charakterisiert, sich endemisch in Japan, Australien und Indien, besonders auf der Insel Ceylon und der Küste von Malabar findet und oft schon nach 6—30 Stunden, häufig jedoch auch erst nach drei bis vier Wochen oder durch Rückfälle tötet. Die Krankheit befällt sowohl Eingeborene als Fremde, letztere nen Brten wenn sie sich bereits einige Monate an jenen Orten aufgehalten haben. Sie herrscht besonders während der Abnahme der periodisch wehenden Winde und kommt endemisch wie epidemisch fast nur an Meeresküsten vor. Man faßt neuerdings die Krankheit als eine chronischkonstitutionelle Erkrankung der Blutbildungsorgane und des Gefäßsystems auf, zu deren Entstehung namentlich plötzlicher Temperaturwechsel, Nahrungsmangel, — Gemütsstimmung beizutragen scheinen. Spezifische Heilmittel gegen B. gibt es nicht. Vgl. Wernich, Geographisch-medtznische Studieno (Berl. 1878).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 829Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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