Bernuth (Aug. Mor. Ludw. Heinr. 5 von), Nitatier d preuß. Justizminister, Kronsyndikus und itglied des Iifalen, tubierte 11. März 1808 zu Münster in Westfalen, studierte 1825—28 in Göttingen und Berlin die Rechte und trat gleich darauf in den Staatsdienst. Nachdem er verschiedene richterliche Stellungen in Westfalen bis 1845 bekleidet, wurde er als Hilfsarbeiter in das Geheime Obertribunal nach Berlin berufen und 1849 zum vortragenden Rat im Justizministerium ernannt. In i den J. 1819 und 1850 wurde er in Westfalen zum ½½½ der Ersten Kammer gewählt, in der er [ — ebhaft bei den Beratungen der Revision der rfassungsurkunde im Sinne der liberalen Partei beteiligte. Diese Haltung schuf für die amtliche Stellung B.s als Ministerialrat Schwierigkeiten, welche ihn veranlaßten, aus der polit. Thätigkeit zu scheiden. Er kehrte 1855 zur richterlichen Laufbahn zurück und wurde zum Vizepräsidenten des Appella8. Eppelatton Glogau, 1859 zum Chefpräsidenten des Appellationsgerichts in Posen ernannt. Nachdem im Herbst 1860 seine Berufung als lebensläng7½5 Mitglied des Herrenhauses und Kronsyndikus olgt war, wurde er 17. Dez. 1860 an die Stelle von Simons zum Justiz⸗ und Staatsminister erhoben und trat als solcher namentlich für die Unnerium Ocht der Gerichtshöfe ein. Als das Ministerium Schwerin infolge der Opposition des Abgeordnetenhauses gegen die Militärreorganisation im März 1862 zurücktrat, legte auch B. sein Amt nieder und unterstützte die Bestrebungen der liberalen Minorität im Herrenhause, wo er insbesondere die reßordonnanz vom 1. Juni 1863 einer scharfen ritik unterzog. In den J. 1873 und 1874 wurde B. zum ersten Vizepräsidenten des Herrenhauses gewählt. Seit 1867 gehörte er auch als Abgeordneter für den Wahlkreis Oschersleben-Halberstadt dem Norddeutschen, seit 1871 dem Deutschen Reichstage an, wo er 1874 der nationalliberalen Partei ernuth (Otto ——6 Karl von), 4692.265 präsident zu Köln, Vetter des vorigen, geb. 2. Dez. 1816 zu Berlin, studierte die Rechte, wurde 1850 Landrat des Liegnitzer Kreises, war w1849—52 und 1858—61 Mitglied des preuß. Abgeordnetenhauses, wo er mit den Konservativen stimmte, und wurde 1862 zum Polizeipräsidenten von Berlin ernannt. Er bekleidete diese Stellung bis 1867 und wurde dann Präsident der Regierung zu Köln.