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GeschichteBrockhaus 1882

Bourbonischer Hausvertrag (Familienpakt) wird vorzugsweise der letzte von drei Staatsverträgen Frankreichs und Spaniens unter den Bourbonen im 18. Jahrh. genannt, wodurch die Hilfe des letztern in den Kriegen Frankreichs gegen England um die Kolonialherrschaft gewonnen wurde. Die franz. Seemacht war schon durch wiederholte Schläge fast vernichtet, als Choiseul durch den Pariser Vertrag vom 15. Aug. 1761 Spanien noch in den Krieg mit England (Jan. 1762 von letzterm erklärt) hineinriß. Auch die span.⸗bourbonische Nebenlinie in Neapel-Sicilien-Parma ward in die Allianz, die alle Besitzungen der bourbonischen Häuer gegenseitig garantierte und eine gemeinsame asis für ihre ganze Politik schaffen sollte, aufgenommen. Der Erfolg war nur die gemeinsame Niederlage der bourbonischen Höfe, die 15. Febr. zu dem Pariser Frieden führte; aber der Familienpakt überdauerte, wie die Allianz Frankreichs mit sur die Polit 1756, den Friedensschluß und blieb für die Politik der drei großen Mächte bis zur Französischen Revolution maßgebend.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 404Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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