FeedBaseler Friede
Recht & StaatBrockhaus 1882

Baseler Friede heißen die beiden, am 5. April und 22. Juli 1795 in Basel abgeschlossenen en densverträge; der erstere zwischen der Französischen Republik und Preußen, der andere zwischen ebenderen und Spanien. Preußen, durch die feindselige Haltung Rußlands und sterreichs bedrängt, die sich am 5. Han 1795 zu einem eventuell durch einen [Offensivkrieg zu erzwingenden Ausschluß jener Macht von der poln. Teilung vereinigt hatten, trat von [der Koalition gegen Frankreich zurück und sagte sich selbst als deutscher Reichsstand vom Reichskriege los. Es nahm durch eine Demarkationslinie alle norddeutschen Reichsstände, die sich gleich ihm innerphalb drei Monate vom Kriege lossagen würden, in [seinen Schutz und übergab seine überrhein. Besitzungen, vorbehaltlich einer endqültigen Übereinkunft im Reichsfrieden, der siegreichen Französischen Republik. Ein geheimer Artikel verhieß für Preußen, falls beim allgemeinen Friedensschlusse das linke Rheinufer bei Frankreich verbleibe, eine entsprechende Entschädigung. Am 28. Aug. schloß sich der Landgraf von Hessen-Kassel durch einen besondern Vertrag an. Spanien seinesteils verlor zwar in dem Vertrage vom 22. Juli nur seinen Anteil an der Insel San-Domingo, bahnte aber damit die ihm ——— so unheilvolle Allianz mit Frankreich an. gl. Vivenot, «Herzog Albrecht von Sachsen-Teschen als Reichsfeldmarschall. Ein Beitrag zur Geschichte des Reichsverfalls und des Baseler Friedensv(2 Bde., Wien 1864—66).

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 2, S. 531Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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