Braunau, Stadt im Erzherzogtum Ssterreich ob der Ens, liegt am rechten Ufer des Inn, an der Linie Neumarkt-Simbach der Kaiserin-Clisabethbahn, an welche sich auf dem rechten Ufer die Zweigbahn nach Steindorf, auf dem linken Ufer bei dem gegenüberliegenden Simbach die ½% Staatsbahn nach ½½½„ anschließt. Die Stadt zählt (1880) 3082 C. und ist der Sitz einer Bezirksauptmannschaft und eines Gerichtsbezirks, eines auptzollamts und eines Platzkommandos. Sie at eine große spätgot. Pfarrkirche aus dem 15. ahrh. mit seuihsen urm, 15 Altären und vielen kunstvollen Monumenten, eine andere kleinere Kirche und eine Kaserne. Früher war der Ort eine Festung, wozu er durch seine Lage nicht im geringsten geeignet. Die Anheitnie beschäftigen sich mit Tuch- und Papierfabrikation, etwas Schiffbau und Holzflößerei. Auch bestehen hier eine Zündwarenfabrik, eine Glockengießerei und mehrere Bierbrauereien. — Kriege von 1805 wurde die Stadt von den Franzosen genommen und 26. * 1806 der nürnberger Buchhändler Palm hierselbst erschossen, wo ihm 1866 ein lebens-Iaer Bronzestandbild, nach Knolls Entwurf von iller gegossen, gesetzt wurde.