FeedBrecrie
NaturlehreBrockhaus 1882

Brecrie lital.) arenemnes 0 für Felsmassen, welche aus eckigen Stücken eines Gesteins oder eines Minerals bestehen, die durch irgendein Bindemittel (Cementj) fest miteinander verbunden sind. Sowohl die Bruchstücke als das Bindemittel können aus den verschiedenartigsten Mineralsubstanzen oder Gesteinen bestehen, die Benennung bezieht sich nur auf die Form der Teile und ihre Verbindungsweise. Von den Konglomeraten unterscheiden sich die B. dadurch, daß sie nicht wie jene abgerundete Geschiebe oder Gerölle, sondern stets kantige Bruchstücke enthalten. Je nach der Beschaffenheit der Bruchstücke (Fragmente), welche eine B. bilden, oder auch nach der Natur des Bindemittels pflegt man z. B. zu unterscheiden Quarz⸗, Kalk⸗, Dolomit⸗, Porphyr⸗, Granit⸗, Gneisbreccie u. s. w. Sogar Knochenbreccien kommen in der Natur vor, welche aus den Fragmenten fossiler Tierknochen zusammengesetzt sind. Auch nach Art der Entstehung pflegt man gewisse B. als sog. Reibungsbreccien zu unterscheiden, die sich bei dem Hervordringen eruptiver Gesteine an deren Rändern gebildet haben. Breéche de Roland oder Rolandsbresche, s. unter Bareges.

Brockhaus’ Conversations-Lexikon. Allgemeine deutsche Real-Encyklopädie13. Aufl., Leipzig: Brockhaus 1882–1887 · Bd. 3, S. 491Scan: Polnische Nationalbibliothek (Polona) · gemeinfrei

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