Brutus (Decimus Junius), ein anderer Hauptteilnehmer an Cäsars Anden gaut war um 84 v. Chr. geboren, hatte sich in den gallischen wie in den bürgerlichen Kriegen ausgezeichnet und war als bevorzugter Liebling und Freund Cäsars von diesem mit Gunst und Ehren überhäuft worden. Trotzdem übernahm er in der Verschwörung die Rolle, den zögernden Cäsar zu überreden, in den Senat zu 9 hen. Nach Cäsars Tode verteidigte er Gallia Cisalpina gegen Antonius, ward aber von seinem Heere verlassen und auf Antonius' Befehl dur einen Gallier getötet. In Ciceros Epistolae a familiareso ist ein Teil des Briefwechsels zwischen B. und Cicero enthalten. Brunn (Philipp Jak.), angesehener Gelehrter auf dem Gebiete der Geschichte und alten Geographie der Pontusländer, geb. 18. Aug. 1804 zu Iuna in Peter in Finland, erhielt seine Schulbildung in etersburg, studierte 182125 in Dorpat und segte seine Studien, namentlich staatswissenschaftliche, an mehrern deutschen Universitäten und in Paris fort. Nach einer kurzen Beamtenlaufbahn ging er zum Lehrfach über und ward 1832 am Richelieu-Lyceum in Odessa angestellt, wo er Geschichte und Staatswissenschaften lehrte. Aus dieser Zeit stammt sein „Handbuch der vergleichenden Statistik der europ. Staateno (1842). B. ging aber dann auf das Ge-Conversations-Lexikon. 13. Aufl. III. biet der Altertumswissenschaft, namentlich auf das der histor. Geographie, über und publizierte in den Schriften der odessaer n id aft für Geschichte und Altertümer und in den Publikationen anderer gelehrter Gesellschaften eine große Zahl von Abhandlungen über Geschichte und Geographie der Nordpontusländer. Seine Thätigkeit fand in Rußland wenig äußere Anerkennung. Im J. 1854 ließ er sich von seiner Lyceumstelle pensionieren; als 1864 in Odessa die sog. eneurussisches Universität gegründet war, echh B. 1866 eine Docentur der allgemeinen Geschichte, ward 1869 zwar außerord. Professor, aber schon 1871 wieder pensioniert. Ohne offizielle Stellung, setzte er, von Fahr zu Jahr wieder dazu gewählt, seine Vorlesungen troßdem fort bis an seinen Tod, 3. Juni 1880. Von seinen Schriften, deren Zahl über 80 beträgt, sind die bedeutendsten: Notices historiques et topographi⸗- ques concernant les colonies italiennes en Gazarie (Petersb. 1866), Essai de concordance entre les opinions contradictoires relatives à la Scythie d'Hérodoter (Petersb. 1873). Eine Sammlung von Abhandlungen über die Pontusländer, die B. noch selbst angefangen hatte, erschien nach seinem Tode in russ. Sprache unter dem Titel Gernomorje. Sbornik izslédroanij po istoriêeskoj geografli Juznoj Rossiin (2 Bde., Odessa 1879—80),