Buff (Heinr.), Physiker und Chemiker, geb. 23. Mai 1805 zu Röbelheim bei Frankfurt, studierte in Göttingen, dann unter Liebig in Gießen, trat auf kurze Zeit als technischer Chemiker in die Kestnersche Fabrik zu Thann im Elsaß, siedelte dann aber nach Paris über, wo er, durch den Verkehr mit Gay-Lussac angeregt, sich namentlich mit physik.⸗ chem. Untersuchungen beschäftigte. Von Frankreich zurückgekehrt, erwarb er die Venia legendi in Gießen, wurde darauf als Lehrer der Physik und mechan. Technologie an der höhern Gewerbeschule in Kassel angestellt, 1838 aber als ord. Professor der Physik nach Gießen berufen. de dieser Stellung starb er 23. Dez. 1878. Außer zahlreichen Abhandlungen in wissenschaftlichen Zeitschriften veröffentlichte er: Versuch eines Lehrbuchs der Stöchiometrie» (Nürnb. 1829; 2. Aufl. 1841), «Grundzüge des chem. Teils der Naturlehre⸗ (Nürnb. 1832), Kurzes Lehrbuch der anorganischen Chemies (Erlangen 1868), Lehrbuch der physik. Mechanike (2 Bde., Braunschw. 1871—73); mit Kopp und Zamminer: Lehrbuch der theoretischen und physik. Chemies (Braunschw. 1857; 2. Aufl. 1863): mit Liebig begründete er 1847 — 48 den Jahresbericht über die Fortschritte der Chemiev.